Röttgen will nach Atomkompromiss jetzt auch Lösung für Endlager(Deutschlandfunk) Bundesumweltminister Röttgen will sich nach der Einigung der Regierung auf ein Energiekonzept jetzt um das ungelöste Problem der Endlagerung von Atommüll kümmern. Seine Vorgänger hätten sich bei diesem Thema weggeduckt, sagte Röttgen gestern Abend im ARD-Fernsehen. Er betonte, der meiste Atommüll entstehe beim Rückbau stillgelegter Meiler und nicht durch die längeren Laufzeiten. Der CDU-Politiker räumte ein, er habe sich mit seiner Forderung nach einer achtjährigen Laufzeitverlängerung nicht vollständig durchsetzen können. Aber der Kompromiss liege recht nah beim ihm. - Die Regierung will ältere Reaktoren acht Jahre und die nach 1980 ans Netz gegangenen Meiler 14 Jahre länger laufen lassen als bisher geplant. Bei der Opposition stießen die Pläne auf Kritik. Auch Umweltverbände und Stadtwerke betonten, längere Atomlaufzeiten behinderten den Ausbau erneuerbarer Energien und zementierten die Marktmacht der vier großen Stromkonzerne.
Proteste gegen Bahnhofsumbau in Stuttgart gehen weiter(Deutschlandfunk) In Stuttgart haben auch gestern abend Tausende gegen den umstrittenen Bahnhofsumbau protestiert. In der Nacht begann die Polizei damit, ein von Aktivisten errichtetes Baumhaus im Schlossgarten zu räumen. Vier Mitglieder der Umweltorganisation Robin Wood haben sich nach Angaben einer Sprecherin in der Baumkrone angekettet. Sie wollen verhindern, dass die alten Bäume im Zuge der Bauarbeiten gefällt werden. Etwa einhundert Menschen unterstützten die Aktivisten durch eine Sitzblockade. Das Aktionsbündnis gegen das Milliardenprojekt 'Stuttgart 21' hatte gestern seine Teilnahme an dem für Freitag geplanten Spitzengespräch abgesagt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Mappus hatte zuvor einem vorübergehenden Baustopp abgelehnt.
Griechenland: Papandreou bildet Kabinett um - Finanzminister Papakonstantinou bleibt(Deutschlandfunk) In Griechenland hat Ministerpräsident Papandreou sein Kabinett umgebildet. Ziel sei eine bessere Koordinierung der Maßnahmen zur Bekämpfung der Schuldenkrise, sagte ein Regierungssprecher in Athen. Papandreou übergebe deshalb das Außenministerium, das er bislang ebenfalls leitete, an den bisherigen Vize-Minister Droutsas. Finanzminister Papakonstantinou, der das Vertrauen der meisten EU-Regierungen und des Internationalen Währungsfonds genießt, wird sein Amt behalten. Umbesetzungen gab es in den Bereichen Wirtschaft und Soziales. So wird der bisherige Polizeiminister Chrysochoidis das Wirtschaftsressort übernehmen. Der bisherige Amtsinhaber Katseli, der in den vergangenen Monaten verstärkt in die Kritik geraten war, wechselt ins Arbeitsministerium. Dessen bisheriger Chef Loverdos wird künftig das Gesundheitsministerium leiten. Das neue Kabinett soll heute Mittag vereidigt werden.
OECD legt neuen Bildungsbericht vor(Deutschlandfunk) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung stellt heute ihren jährlichen Bildungsbericht vor. Darin wird die Entwicklung an Schulen und Hochschulen sowie in den Bereichen Berufs- und Weiterbildung in den 30 größten Industrienationen analysiert. Der Bericht wird gleichzeitig in mehreren Hauptstädten präsentiert. In den vergangenen Jahren hatte die OECD wiederholt auf unterdurchschnittliche Investitionen in Schulen und Hochschulen in Deutschland hingewiesen. Kritisiert wurden auch die im internationalen Vergleich geringen Abiturienten-Zahlen sowie die hohe Studienabbrecher-Quote.
Wetter: Im Norden und Osten überwiegend klar oder gering bewölkt, 13 bis 4 Grad(Deutschlandfunk) Das Wetter: In der Nacht im Norden und Osten überwiegend klar oder gering bewölkt, sonst zunehmende Bewölkung. Im Westen und Süden teils kräftiger Regen. 13 bis 3 Grad. Tagsüber nur noch im Nordosten zeitweilig sonnig, sonst stark bewölkt mit teils schauerartig verstärkten Regenfällen, vereinzelt Gewitter. 13 bis 18 Grad. Die weiteren Aussichten: Am Mittwoch überwiegend bedeckt, zeitweise Regen. 15 bis 23 Grad. Der Seewetterdienst Hamburg teilt mit: Deutsche Nordseeküste: Ost bis Südost 6 bis 7, Böen bis 9. Deutsche Ostseeküste: Ost bis Südost 5 bis 6, Böen 7.