Durch Umwelteinflüsse und menschliche Aktivitäten sind viele Monumente von der Zerstörung bedroht, zum Beispiel durch Baumaßnahmen, Abbau von Bodenschätzen oder Tätigkeiten der Land- und Forstwirtschaft. Diese Zerstörung bedeutet einen unwiederbringlichen Verlust an aussagekräftigen historischen Quellen, denn oft sind es nur die im Boden verborgenen Reste, die Erkenntnisse über vergangene Lebenswelten ermöglichen. Sollte eine Zerstörung dennoch nicht zu verhindern sein, können die Archäologen zumindest eine genaue Dokumentation der Situation anfertigen, um den Befund wissenschaftlich auszuwerten und für kommende Generationen festzuhalten.
Auch der Schutz noch sichtbarer archäologischer Monumente fällt in den Aufgabenbereich der archäologischen Denkmalpflege. Sie umfasst daher folgende Bereiche:
- Erfassung und Dokumentation von Bodendenkmalen (Inventarisierung)
- wissenschaftliche Auswertung (Altersbestimmung und Rekonstruktion)
- Fundbearbeitung (Restaurierung und Konservierung)
- Beratung von Eigentümern denkmalgeschützter Flächen oder Objekte.





Die Stadt- und Kreisarchäologie verfügt heute über zahlreiche Möglichkeiten, interessierte Bürger des Osnabrücker Landes über die vielfältigen Aspekte der archäologischen Denkmalpflege zu informieren und bei Bedarf auch an einzelnen Maßnahmen zu beteiligen.
Die Archäologie gehört zu den Altertumswissenschaften und beschäftigt sich mit der Erforschung älterer Kulturen, vom ersten Auftreten des Menschen bis in die Neuzeit hinein. Durch die Auswertung von Bodenfunden ist sie als einzige Disziplin in der Lage, Kenntnisse über schriftlose Kulturen, also über den weitaus größten Abschnitt der menschlichen Vergangenheit, zu erlangen.
Eine systematische Beschilderung der sichtbaren Denkmäler und die Ausweisung von archäologischen Wanderwegen bieten Erläuterungen über unsere Vorgängerkulturen von der Altsteinzeit bis zum frühen Mittelalter.
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