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Kinderstadt-OB bei Oberbürgermeister Pistorius 

Kinderstadt-OB bei Oberbürgermeister Pistorius

Für den elfjährigen Stefan Bruns, den frisch gewählten Oberbürgermeister der Kinderstadt im Haus der Jugend, stand jetzt im Friedenssaal des Rathauses sein erster Einsatz auf der großen Bühne der Politik an: Stefan Bruns, seine ebenfalls elfjährige Stellvertreterin Svenja Bredenförder und weitere Abgeordnete der Ferienpass-Modellstadt statteten Oberbürgermeister Boris Pistorius einen Besuch ab.

Oberbürgermeister Pistorius, der wie bei anderen wichtigen Anlässen seine Amtskette angelegt hatte, richtete viel Lob und Ermutigung an seinen "Amtskollegen" und dessen Begleiter: "Ich finde es großartig, was ich von Euch gehört und gelesen habe", sagte Pistorius zu den Kindern, die in der Modellstadt fünf Tage lang das Geschehen in einer echten Kommune nachspielen. Vom OS-Team und der Post über Unternehmen und Freizeiteinrichtungen bis zur Bank und zum Arbeitsamt gibt es in der Kinderstadt alles, was zu einer Stadt gehört. Alle Posten und Ämter sind mit Kindern besetzt: 134 Einwohner hat die Modellstadt diesmal. Der Bürgermeister wurde gewählt, zuvor wurde im Wahlkampf um jede Stimme gebuhlt. "Da steckt viel Talent für die Kommunalpolitik drin", lobte Pistorius das Engagement der Kinder in dem Simulationsspiel.

Wer neugierig sei, Interesse zeige, sich engagiere und auf andere achte, könne wirklich etwas verändern und anderen Menschen helfen. "Dies ist auch in der Kinderstadt wichtig", betonte der Oberbürgermeister.

Kinderstadt-Bürgermeister Stefan Bruns hatte für den Besuch im Friedensaal seine Amtskette angelegt: "Deine ist ja fast schöner als meine, außerdem ist meine deutlich schwerer", sagte Pistorius. Auf die Frage des Oberbürgermeisters, weshalb Stefan bei der Wahl kandidiert habe, bekundete der Elfjährige freimütig, dass er vor allem den Wahlkampf spannend fand.

Bei dem Treffen im Rathaus wurden die Kinder mit einer Auszeichnung der Telekom-Initiative "Ich kann was" geehrt. Eine Vertreterin des Unternehmens überreichte den Kindern den Preis, für den das Osnabrücker Projekt als eines von 66 Vorhaben unter bundesweit 600 Bewerbungen ausgewählt wurde. Die Auszeichnung ist mit einer Förderung in Höhe von 9000 Euro verbunden, aus denen die Kosten des Kinderstadt-Projekts gedeckt werden.

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