Denn genau hier, an exponierter Stelle am Neumarkt, Ecke Kollegienwall direkt an der Hase besitzt die Sparkasse Osnabrück ein rund 1.200 Quadratmeter großes Grundstück, das jetzt im Rahmen eines Investorenwettbewerbs verkauft und einer Neubebauung zugeführt werden soll. Bundesweit sind Investoren zur Teilnahme aufgefordert, eine für dieses städtebaulich wichtige Grundstück überzeugende Konzeption zu entwickeln.
Mit der Projektentwicklung Neumarkt verfolgt die Stadt Osnabrück eine umfassende Neuordnung des Platzbereiches Neumarkt und der umgebenden Randbebauung. Der gesamte Bereich Neumarkt soll erheblich aufgewertet und in seiner städtebaulichen Bedeutung hervorgehoben werden. Dabei nimmt das Sparkassengrundstück als östliche Raumkante des Neumarkts am Übergang zur Hase und als Torsituation in Richtung Berliner Platz eine Schlüsselposition ein. Die Bebauung des Grundstückes kann somit nicht nur für die Investoren, sondern auch für die Stadt und die Region einen großen Gewinn darstellen. Die gegenwärtig vorhandene, zum Teil noch für Gastronomiezwecke genutzte Bebauung kann dieser Funktion bei weitem nicht gerecht werden und ist als abgängig zu betrachten. Für die Neubebauung kommen innenstadtrelevante Nutzungen wie Einzelhandel, Dienstleistungen, Verwaltung, ab dem vierten Obergeschoss auch Wohnen und gegebenenfalls Gastronomie in Betracht.
"Von der Bebauung des Grundstückes erwarte ich ein Signal für den Aufbruch am Neumarkt. Ich bin froh, dass die Sparkasse Osnabrück das an prominenter Stelle gelegene Grundstück zu einem Festpreis für die Verwirklichung des bestmöglichen architektonischen und städtebaulichen Konzeptes veräußern möchte", sagt Oberbürgermeister Boris Pistorius.
Auch Stadtbaurat Wolfgang Griesert ist zuversichtlich, dass die besondere Lage am historisch bedeutsamen Neumarkt und gleichzeitig an der Hase Investoren anspricht und diese sich durch die Gestaltungsperspektiven zwischen der Hauptfußgängerzone und dem frisch renovierten Landgericht für einen Wettbewerb um das Grundstück begeistern lassen. Bis Ende November haben die Investoren Zeit, Konzepte zu entwickeln und ihre Entwürfe einschließlich einer dreidimensionalen Visualisierung vorzulegen, bevor dann nach intensiver Vorprüfung ein hochrangig besetztes Beurteilungsgremium die Angebote bewertet.
"Neben der städtebaulichen und architektonischen Qualität der eingereichten Lösungen wird sich das Beurteilungsgremium sein Urteil auch nach dem Nutzungskonzept und den Realisierungschancen bilden. Aber auch die Freiraumqualität, die Erschließung und die Wegeführung zum Neumarkt und zum geplanten Haseuferweg werden eine wichtige Rolle spielen", so Wolfgang Griesert. Nach der Entscheidung soll dann kurzfristig ein Kaufvertrag abgeschlossen und die Entwicklung begonnen werden.
Das Vergabeverfahren wird von der BauBeCon Sanierungsträger GmbH Geschäftsstelle Osnabrück durchgeführt, die über jahrelange Erfahrung in der Entwicklung stadtentwicklungsrelevanter Projekte verfügt. Die Bewerbungsfrist für interessierte Investoren endet am 23. Juli 2010. Nähere Informationen zum Investorenwettbewerb sind unter www.baubeconstadtsanierung.de/de/wettbewerbe bereitgestellt.






