Vor etwa 500 Gästen sagte Pistorius: "Auch in diesem Jahr haben zahlreiche Künstler auch für heutige Maßstäbe wieder weite Wege zurückgelegt, um in die Friedensstadt Osnabrück zum Morgenland Festival zu kommen. Dabei müssen sie politische und bürokratische Hürden überwinden, die wiederum auf Seiten des Veranstalters ein ungewöhnliches diplomatisches Geschick erfordern. Was also während des Festivals zu hören ist und wer hier auftreten kann entscheidet sich in der Regel - und so auch in diesem Jahr – erst einige Tage vor Programmbeginn. Solche Unsicherheiten, Unwägbarkeiten und Überraschungen machen dieses Festival jedes Jahr wieder zu einem einzigartigen Abenteuer für alle Beteiligten: für die Künstler, für den künstlerischen Leiter, für die Sponsoren und selbstverständlich auch für die Besucherinnen und Besucher. Alle Beteiligten wissen, dass sich das Morgenland Festival von politischen Kälteschocks nicht beirren lässt und hartnäckig an einer humanistischen Idee festhält, nämlich dass sich freie Menschen in einer freien Welt treffen sollen, um sich auszutauschen, kennenzulernen und zu bilden. Eigentlich ist das in unserer globalisierten Welt des nahezu freien Wahrenverkehrs eine Selbstverständlichkeit. Aber was für Waren gilt, gilt eben noch lange nicht für Menschen. Und so macht uns das Morgenland Festival immer wieder auch mit Regionen in der Welt bekannt, die wir kaum kennen. In diesem Jahr: die Kultur der Uiguren, deren Musik das Schwerpunktthema des diesjährigen Festivals ist. Und so begrüße ich zum Eröffnungskonzert ganz herzlich die Mitglieder des Ayshamgul Muhammad Ensembles und die Musiker des Morgenland Chamber Orchestras. Auch in diesem Jahr konzertieren junge Musiker aus dem Nahen und Mittleren Osten mit deutschen Musikern in dem eigens gegründeten, eben erwähnten Morgenland Chamber Orchester. Kostproben seines Könnens werden nicht nur in Osnabrück, sondern auch in Damaskus und Amman zu hören sein. Eine Premiere ist das Zusammenspiel von NDR Bigband und Osnabrücker Symphonieorchester. Auch das diesjährige Festival hätte nicht stattfinden können, ohne die großzügige Unterstützung zahlreicher Förderer. Und so möchte ich mich ganz herzlich bei der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, bei der Sparkasse Osnabrück, der Stiftung Niedersachsen, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, dem NDR, dem Auswärtigen Amt, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Landschaftsverband Osnabrücker Land, den Stadtwerken, sowie den Unternehmen Hinrichs und Sievert bedanken."
Staatssekretär im niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, Dr. Josef Lange, sagte zur Begrüßung, dass die Musik dazu beitrage, Feindbilder und Klischees abzubauen. Osnabrück werde in der kommenden Woche zum Anziehungspunkt für zahlreiche Musikliebhaber. Die Einzigartigkeit des Morgenland Festivals strahle weit aus.
Und Michael Dreyer, künstlerischer Leiter des Festivals betonte, dass dieses Festival Brücken bauen soll. "Die Musik soll den Dialog ermöglichen."
Auf dem Programm des Eröffnungskonzertes stand das Ayshamgul Muhammad Ensemble und das Morgenland Chamber Orchestra.










