"Wir sind ein gutes Stück vorangekommen, aber natürlich noch nicht am Ziel", sagte Oberbürgermeister Boris Pistorius am Donnerstag, 2. September, als er die niedersächsische Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration, Aygül Özkan, im Friedenssaal des historischen Rathauses empfing. Özkan besuchte das erste Mal die Friedensstadt. Sie nahm an einer Tagung teil, die sich mit dem vor fünf Jahren von Stadt und Landkreis Osnabrück gestarteten Projekt "Integrationslotsen in Niedersachsen" beschäftigte. "Das Thema Integration ist heute in aller Munde", sagte Pistorius, "auch in Mündern, die besser geschwiegen hätten. Stadt und Landkreis Osnabrück haben mit der Idee, Integrationslotsen auszubilden, ein wegweisendes Projekt erfunden, das beispielhaft ist. Das war eine wirklich gute Idee, die sich andere inzwischen abgeguckt haben."
In ganz Niedersachsen haben sich inzwischen 1100 Menschen zu ehrenamtlichen Integrationslotsen ausbilden lassen. "Bei der Integration geht es immer auch um inneren Frieden und um Weltoffenheit", sagte Özkan. "Integration kann nur dann gelingen, wenn die Menschen ein nachbarschaftliches Beieinander dort pflegen, wo sie leben. Wir können und müssen durchaus Stolz sein auf das, was wir bisher erreicht haben. Aber es gibt auch eine Bringschuld bei den Migranten."
Bevor Özkan und Pistorius die Konferenz "5 Jahre Integrationslotsen in Niedersachsen" eröffneten, überreichte der OB der Ministerin einen Steckenpferdreiter, den sie sichtlich erfreut mit der Bemerkung entgegennahm: "Der Steckenpferdreiter bekommt bei mir einen Ehrenplatz."